baum_kurz.jpg
Startseite
Advertisement
Thüringer Hospiz- und Palliativverband e.V. - THPV Drucken E-Mail
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie auch im Sterben zu achten und zu schützen,
ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Artikel 1 Verfassung des Freistaats Thüringen



Der Begriff Hospiz als Herberge für Pilger, Reisende und Fremde, aber auch für mittellose, alte, kranke und sterbende Menschen geht zurück bis in die Frühzeit des Christentums. Kirchliche Orden bauten Hospize, die allen Genannten offenstanden und in denen versucht wurde, jedem das zu geben, was er brauchte: Schutz und Geborgenheit, Erfrischung, Stärkung und Heilung. Die heutige "Hospiz-Bewegung" hat darin ihre Ursprünge.

1967 hat die Entwicklung der modernen Hospizbewegung mit der Gründung des ersten Hospizes in seiner heute verstandenen Funktion durch die englische Krankenschwester und Ärztin Ciceley Saunders in London ihren Anfang genommen. Hospize sind entstanden, weil in den modernen Industriestaaten mit ihrer hoch entwickelten und spezialisierten Medizin ein menschenwürdiges Sterben immer schwieriger wurde und die Ausblendung von Sterben und Tod begünstigte. Dr. Karsten Vilmar, langjähriger Bundesärztekammerpräsident, hat diese Entwicklung kritisch mit den Worten beschrieben: "Wir haben Tod und Sterben weitgehend aus unserem Leben verdrängt, sind eine dynamische, sonnengebräunte Machergesellschaft geworden, die keinen Platz für Außenseiter hat und es ist ein Phänomen unserer Zeit, dass sich das öffentliche Bewusstsein nur um einige wenige Jahrzehnte... dreht. Wir sollten jedoch erkennen, dass unsere Gesellschaft nicht nur aus nahezu olympiareifen Gesunden besteht, sondern alle dazugehören - auch Kinder, alte Menschen, Behinderte, Schwache und Sterbende."

Ein Ziel der weltweiten Hospizbewegung ist die Rückkehr zu einem natürlichen und menschlichen Verhältnis zu Sterben und Tod. Dabei wird nicht ein flächendeckendes Netz stationärer Einrichtungen angestrebt. Das stationäre Hospiz ist als regional übergreifende Einrichtung zu verstehen, von der eine Vorbildwirkung erwartet werden kann und die als exemplarischer Lernort der Hospizidee auf bestehende Institutionen einwirkt. Das zentrale Anliegen der Hospizbewegung orientiert sich an den Wünschen der meisten Menschen: ein würdiges Sterben vor allem in der gewohnten, häuslichen Umgebung zu ermöglichen und Angehörige sowie Freunde in der Pflege und Betreuung zu unterstützen. Hospiz beschreibt somit nicht vordergründig einen Gegenstand, ein festes Gebäude, sondern ist vielmehr medizinische, pflegerische, seelische und soziale Betreuung eines sterbenden Menschen und seiner Angehörigen.

Dieser Aufgabe fühlen sich die seit 1996 erst in der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Hospiz Thüringen e.V. und heute in dem Thüringer Hospiz- und Palliativverband e.V. zusammengeschlossenen Hospizdienste verpflichtet. Etwa 1000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen durch ihr Engagement diese Arbeit. Sie werden in Vorbereitungskursen befähigt und während ihres Dienstes professionell betreut. Diesem Anliegen trägt auch das Fortbildungsprogramm des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes e.V. Rechnung, dass sich mit seinen Angeboten ebenso an Menschen richtet, die beruflich in ihrer Arbeit mit schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in Berührung kommen.

Nehmen Sie bei Interesse oder Fragen Kontakt mit uns oder einem Hospizdienst in Ihrer Nähe auf; informieren Sie sich über Angebote zur Trauerbegleitung im Trauer-Netz-Werk Thüringen oder lassen Sie sich einladen, den Fragen nach Sterben, Tod und Trauer im persönlichen und beruflichen Alltag in einer der Fortbildungen Raum zu geben. Weitere Informationen zur Hospizarbeit in Deutschland erhalten Sie auch unter www.hospiz.net.
 
THPV
Startseite
Was ist Hospiz
Der THPV
Mitglieder
Kontakt
Trauernetzwerk
Trauer
Unsere Arbeit
Angebote
Kontakt
Fortbildung
Intro
Kursübersicht
Anmeldung
Referenten
Downloads
Impressum