P5 — Weiterbildung zur beratenden Palliativkraft für Fachkräfte in der Assistenz und Pflege von Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung

Nur Modul 2

Kategorie

Palliative Care

Termine

Modul 2: 9.–13.11.2020, 22.–26.2.2021, 3.–7.5.2021

Kosten

725 Euro

Anmelden bis

1.7,2020

Veranstaltungsort

Augustinerkloster Erfurt

Palliative Care ist seit dem Hospiz- und Palliativgesetz 2015 als fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung vorgesehen. Die Umsetzung setzt voraus, dass Einrichtungen der Eingliederungshilfe die Möglichkeit einer palliativen Begleitung und Beratung in ihre Struktur integrieren. Ebenso benötigen Mitarbeitende in der Assistenz und Pflege zusätzliche Kompetenzen, um eine sichere und qualitative Versorgung bis zum Lebensende gewährleisten zu können.
Das zugrunde liegende Basiscurriculum (Hartmann, Kern, Reig- ber) basiert auf der Annahme, dass Menschen mit einer intellektuellen oder mehrfachen Beeinträchtigung die gleichen bzw. genauso individuellen Bedürfnisse am Lebensende haben, wie Menschen ohne Beeinträchtigung. Aus diesem Grund orientiert es sich an den zehn beschriebenen Kernkompetenzen zur Palliativversorgung der Europäischen Gesellschaft für Palliative Care (EAPC). Gleichzeitig nimmt es die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in der Eingliederungshilfe und die speziellen Heraus- und Anforderungen der Eingliederungshilfe in den Blick. Alle Inhalte werden in Bezug auf die besondere Lebenswelt, das unterschiedliche Verstehen, die individuelle Ausdrucksmöglichkeit und den zusätzlich herausfordernden Krankheitsbildern der zu begleitenden Menschen unterrichtet.
Der Abschluss entspricht bei der Teilnahme an den 160 UE den gesetzlichen Anforderungen der Weiterbildung Palliative Care.

Schwerpunkte sind

  • körperliche Beschwerden wie Schmerzen erkennen und lindern zu können
  • psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen des Menschen gerecht zu werden
  • auf Fragen und Sorgen der Angehörigen, Kollegen sowie Mitbewohnerinnen und Mitbewohner reagieren zu können
  • gesetzlich Betreuende und Kollegen bei Entscheidungen in ethischen Fragen, etwa zu den Themen Essen, Trinken, Diagnostik und Therapie unterstützen zu können
  • durch vorausschauendes Planen eine ruhige und professionelle Begleitung zu gewährleisten
  • durch das Hinzuziehen von individuell ausgewählten Unterstützungsmöglichkeiten für Entlastung und Sicherheit zu sorgen
  • durch die eigene und fachliche Weiterentwicklung für eine Qualität und Nachhaltigkeit in den Einrichtungen zu sorgen

Methoden
Bevorzugt werden teilnehmerorientierte Methoden eingesetzt, die aktives und erfahrungsgeleitetes Lernen sowie die Reflexion der beruflichen Praxis ermöglichen

Kursformat
Der Kurs kann auch in modularer Form absolviert werden. Interessenten, die bereits eine Basiswoche über 40 UE absolviert haben, können ab der zweiten Kurswoche einsteigen. Für diesen Fall reichen Sie uns bitte mit der Anmeldung die entsprechende Teilnahmebescheinigung ein. Informationen zu Inhouse-Schulungen können bei der Kursleitung unter www.hospizkultur-und-palliative-care.de eingeholt werden.

Mit Unterstützung durch die Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung

Kosten

Rechnungslegung pro Modulwoche 275 Euro inkl. Seminarunterlagen zzgl. Übernachtung und Verpflegung

Teilnehmende

20

Zielgruppe

Mitarbeitende in Wohnformen der Behindertenhilfe

Kurszeiten

Montag 10 Uhr bis Freitag 15 Uhr

20 Fortbildungspunkte RbP

Referent*in

Barbara Hartmann

Master of Science in Palliative Care; Schwerpunkt „Palliative Versorgung von Menschen mit einer intellektuellen und komplexen Beeinträchtigung“, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Zertifizierte Kursleitung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin