H5 — Ausdruck und Worte finden in sprachlosen Zeiten des Wortwinters

Kategorie

Hospizarbeit

Termine

9.–11.9.2020

Kosten

300 Euro

Anmelden bis

1.7.2020

Veranstaltungsort

Augustinerkloster Erfurt

Gespräche am Lebensende lassen sich nicht selten mit dem Bild des Wortwinters symbolisieren. Was soll ich sagen? Wie soll ich es sagen? Darf ich es sagen? Kann ich es sagen? Oftmals frieren den beteiligten Menschen die Worte ein und es kommt kein verbindendes Gespräch zustande. Dabei wäre es gerade jetzt – wo die „große Trennung“ bevorsteht – so heilsam miteinander im guten Kontakt zu sein. Häufig sind es Scheu und Hilflosigkeit, die Angehörige, Freunde, Ärzte und Pflegepersonal – und auch den Sterbenden selbst – davor zurückschrecken lassen, den Gefühlen Worte und Ausdruck zu schenken .Ziel des Seminars ist es, jene, die mit sterbenden Menschen oder deren An- und Zugehörigen in Berührung kommen, für die verschiedenartigen Sterbeverläufe zu sensibilisieren, eigene Kommunikationsmuster und Herzwörter kennen zu lernen sowie soziale kommunikative Kompetenzen zu vermitteln. Durch kreative und erlebnisorientierte Übungen sowie durch Elemente des bildnerischen Gestaltens und kreativen Schreibens wird die eigene Erfahrungs- und Handlungskompetenz sensibilisiert.
Eingeladen sind alle, die sich tiefer und bewusster auf die Sprache schwerstkranker, sterbender und trauernder Menschen einlassen wollen, um die Sprachlosigkeit im Umgang mit ihnen zu überwinden.

Schwerpunkte

  • Bewusstwerdung eigener Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit sterbenden und trauernden Menschen
  • Eigene Kommunikationsstrukturen und Herzwörter erkennen
  • Fokussierung der Frage, wie – trotz bevorstehendem Lebensende aus dem Wortwinter ein Wortfrühling werden kann

Leitung
Dr. Sylvia Brathuhn, Sabine Zwierlein-Rockenfeller

Kosten

300 Euro inkl. Seminarunterlagen zzgl. Übernachtung und Verpflegung

Teilnehmende

15

Zielgruppe

uneingeschränkt

Kurszeiten

Mittwoch 10–18 Uhr, Donnerstag 9 – 17 Uhr

12 Fortbildungspunkte RbP