Thüringer Hospiz- und Palliativverband (THPV) e.V.

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Programm


Gehalten — Umklammert — Verstoßen?
(Kurs T6)


Beschreibung


DER EINFLUSS VON FRÜHEN BINDUNGSERFAHRUNGEN AUF SPÄTERE TRAUERPROZESSE
Die Erfahrungen, die wir mit Bindungen und Kontakt schon in früher Kindheit machen, prägen unsere emotionale Entwicklung. Wer oft genug Zuverlässigkeit, Vertrauen und Klarheit erlebt hat, kann diese "Grundideen" auch abrufen, wenn sie gerade nicht von anderen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Solche "sicher gebundenen" Menschen verlieren auch in Zeiten von Stress und Kummer nur vorübergehend die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen. Sie bewahren selbst durch schwere Zeiten hindurch einen grundsätzlichen Glauben an sich selbst und eine Welt, in der auch weiterhin Gutes geschehen kann. Im Gegensatz dazu erleben Menschen, die eher "unsichere Bindungserfahrungen gemacht haben", beim Tod eines intensiv geliebten Menschen, dass ihnen dauerhaft "die Welt untergeht". Das kleine Stück Paradies, das der verstorbenen Mensch ihnen in einer unsicheren Welt ermöglicht hat, stirbt mit dem Menschen. Die alte unzuverlässige Welt, in der Vertrauen und Trost unmöglich sind, ist wieder da und doppelt so schwer zu ertragen wie zuvor.
Im Workshop wird das Verständnis für den Einfluss von frühen Bindungserfahrungen auf Trauerprozesse vertieft. Wir besprechen und üben Arbeitsweisen, mit denen unsicher gebundene Trauernde sich die Verstorbenen als tröstende und Sicherheit vermittelnde Ressource zugänglich machen können.

Termin:
20.09.2019
Beginn: 09:30 Uhr, Ende: 16:00 Uhr

8 Fortbildungspunkte RbP

Termin & Veranstaltungsort


20.09.2019
09:30 — 16:00 Uhr
Augustinerkloster Erfurt

Leitung

Chris Paul

Gebühr

90,- €

max. Teilnehmeranzahl

50

Anmeldung

Sie können sich bis zum 18.09.2019 anmelden:

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